Das kennen Sie sicher: der erste Griff vor dem Trinken eines Espresso gilt dem Zucker. Für jeden Italiener ist es ein Reflex, in seinen Espresso Zucker zu schütten.
Das verwundert kaum, sind italienische Espressi in der Regel doch sehr dunkel geröstet und damit geschmacklich ziemlich bitter bzw. rauchig.
Die Schweizer Kaffeeröstereien rösten ihren Espresso entscheidend anders. Während die Italiener bis über das sogenannte Zweite Knacken*) hinaus rösten (bei dem das Kaffeeöl aus der Bohne tritt), so rösten die Schweizer nur bis zum Zweiten Knacken, d.h. die Kaffeeöle verbleiben in der Bohne.
Ergebnis sind relativ trockene Bohnen (im Gegensatz zu den ölig-glänzenden aus Italien) und ein Geschmack, der nicht von Bitternis geprägt ist.
Probieren Sie es doch auch einmal einfach aus und kosten Sie ihren Espresso aus der Schweiz ohne Zucker. Sie werden überrascht sein, wie intensiv der Schweizer Espresso schmeckt, ohne jedoch bitter zu sein.
*) Beim Ersten Knacken tritt das Wasser aus der Kaffeebohne und verdampft.